Steuer-Optimierung-Rechner

Optimiere deine Steuerlast mit deutschen Steuerszenarien. Berechne Einkommensteuer, Abgeltungssteuer und entdecke Sparpotenziale durch Altersvorsorge.

Vorgefertigte Szenarien

Angestellter Single

Lediger Angestellter ohne Kinder

50.000,00 € Brutto

Familie mit ETF-Portfolio

Verheiratet mit Kindern und Kapitalerträgen

75.000,00 € Brutto

Gut verdienender Investor

Hoher Verdienst mit Immobilie und Aktien

120.000,00 € Brutto

Selbstständiger

Selbstständiger mit variabler Steuerplanung

90.000,00 € Brutto

Einkommen & Grunddaten

Wert zwischen 0 und 999.999.999

Altersvorsorge

Wert zwischen 0 und 2.100

Maximum: 2.100€ für volle Förderung

Wert zwischen 0 und 27.565

Maximum: 27.565€ steuerlich absetzbar (2024)

Kapitalerträge & Immobilien

Wert zwischen 0 und 999.999.999

Wert zwischen 0 und 999.999.999

Wert zwischen 0 und 999.999.999

Brutto-Mieteinnahmen vor Abzügen

Export

Monte Carlo Simulation

Simuliert Steuerszenarien mit Einkommensunsicherheit, Gesetzesänderungen und Kapitalmarktschwankungen.

Steuer-Übersicht

Bruttogesamteinkommen

51.500,00 €

Steuerklassen-Details

Steuerklasse: 1
Grundfreibetrag: 11.604,00 €
Werbungskosten: 1.230,00 €
Sonderausgaben: 36,00 €

Nettoeinkommen

39.491,80 €

Gesamte Steuerlast

12.008,20 €

Effektiver Steuersatz

23.3%

Steueraufschlüsselung:

Einkommensteuer (inkl. Soli + Kirche):11.866,33 €
Kapitalertragsteuer:141,88 €

Einkommensverteilung

Optimierungsempfehlungen

Riester-Rente

Hoch

Erhöhe Riester-Beitrag um 2.100,00 €

Potenzielle Einsparung: 420,00 €

Kapitalerträge

Mittel

Prüfe Verlusttöpfe und thesaurierende ETFs für Steuerstundung

Potenzielle Einsparung: 14,19 €

Riester-Rente

Staatlich geförderte private Altersvorsorge mit 20% Zulagen und Steuervorteilen. Ideal für Angestellte und Beamte.

20% staatliche Förderung
Zusätzliche Steuervorteile
Kinderzulagen verfügbar

Rürup-Rente

Steuerlich absetzbare Basisrente, besonders für Selbstständige und Gutverdiener geeignet.

Hohe steuerliche Absetzbarkeit
Ideal für Selbstständige
!Lebenslange Rente, nicht vererbbar

Kapitalertragsteuer

25% Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge mit 1.000€ Sparerpauschbetrag pro Person.

1.000€ Freibetrag pro Person
!25% + Solidaritätszuschlag
iThesaurierende ETFs stunden Steuern

Steuern sind nach Inflation und Kosten der dritte große Vermögensvernichter – mit dem Unterschied, dass du sie mit cleverer Planung deutlich reduzieren kannst. Mit unserem Steuer-Optimierung-Rechner berechnest du Einkommensteuer, Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge und mögliche Effekte von Riester, Rürup, betrieblicher Altersvorsorge und Sonderausgabenabzügen. So findest du heraus, welcher Vorsorgeweg in deiner Lebenssituation steuerlich am meisten herausholt.

Einkommensteuer in Deutschland: das Grundprinzip

Deutschland besteuert Einkommen nach dem progressiven Tarif: Je mehr du verdienst, desto höher der Grenzsteuersatz. Der durchschnittliche Steuersatz liegt darunter, weil die ersten Euro steuerfrei sind und niedriger besteuert werden.

  • Grundfreibetrag (2026): ca. 12.348 € (Singles), 24.696 € (Verheiratete) — wird jährlich angepasst
  • Eingangssteuersatz: 14 % ab dem Grundfreibetrag
  • Spitzensteuersatz: 42 % ab ca. 68.430 €
  • Reichensteuer: 45 % ab ca. 277.826 €
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Steuer (entfällt für ca. 90 % der Steuerzahler durch hohe Freigrenze)
  • Kirchensteuer: 8 % (Bayern, BW) oder 9 % (übrige Länder) auf die Steuer

Abgeltungssteuer: Steuern auf Kapitalerträge

Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) werden in Deutschland pauschal mit 25 % Abgeltungssteuer besteuert, plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Damit sind Kapitalerträge meist niedriger besteuert als Arbeitseinkommen – ein steuerlicher Vorteil für Vermögensaufbau via Kapitalmarkt.

Wichtige Stellschrauben:

  • Sparerpauschbetrag: 1.000 € (Single) / 2.000 € (Paar) pro Jahr steuerfrei. Über Freistellungsauftrag bei der Bank aktivieren.
  • Teilfreistellung bei Aktienfonds: 30 % der Erträge sind steuerfrei, weil die Fonds-Ebene bereits Körperschaftsteuer zahlt.
  • Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs: Jährliche Mindestbesteuerung. 2020–2022 lag sie wegen niedriger Basiszinsen bei 0 €; seit der Zinswende 2023 (Basiszinsen 2,3–2,6 %) wieder spürbar.
  • Günstigerprüfung: Bei sehr niedrigem Einkommen kann der persönliche Steuersatz unter 25 % liegen. Über die Steuererklärung beantragbar.

Wie funktioniert der Steuer-Optimierung-Rechner?

Du gibst ein:

  • Bruttoeinkommen pro Jahr
  • Familienstand (Single, verheiratet, Anzahl Kinder)
  • Werbungskosten und Sonderausgaben
  • Kapitalerträge aus ETFs, Aktien, Zinsen
  • Vorsorgebeiträge (Riester, Rürup, bAV)

Der Rechner ermittelt deine voraussichtliche Steuerlast vor und nach Optimierungen, vergleicht verschiedene Vorsorgewege und zeigt, wie viel du durch gezielte Steuergestaltung netto mehr behältst – oft mehrere tausend Euro pro Jahr bei Gutverdienern.

Riester, Rürup, bAV im Vergleich

Drei staatlich geförderte Vorsorgevarianten – mit sehr unterschiedlichen Profilen:

  • Riester: Zulagen (175 € Grundzulage + 300 € pro ab 2008 geborenem Kind, 185 € für ältere Kinder) plus Sonderausgabenabzug. Sinnvoll vor allem für Familien mit mehreren Kindern und Geringverdiener. Hohe Kosten und volle Besteuerung in Auszahlphase reduzieren den Effekt für Gutverdiener oft.
  • Rürup (Basisrente): Hoher Sonderausgabenabzug (94 % der Beiträge, steigend auf 100 %). Sinnvoll für Selbstständige mit hohem Einkommen ohne Zugang zur gesetzlichen Rente. Nachteil: lebenslange Rente, kein Kapitalwahl­recht, kein Vererben.
  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Beiträge aus Bruttogehalt (Steuer- und Sozialabgabenersparnis). In Rentenphase voll zu versteuern und mit vollem KV-Beitrag belastet. Lohnt sich vor allem bei hohem Arbeitgeberzuschuss.

Die Verbraucherzentralen empfehlen für die meisten Anleger: erst ETF-Sparplan auslasten, dann Spezialprodukte – nicht umgekehrt.

Beispiel: Single, 60.000 € brutto

Du verdienst 60.000 € brutto, hast 1.500 € Werbungskosten und 6.000 € ETF-Erträge. Klassische Berechnung:

  • Zu versteuerndes Einkommen: ca. 54.500 €
  • Einkommensteuer (Grundtarif): ca. 12.350 €
  • Abgeltungssteuer auf 5.000 € (nach Sparerpauschbetrag): 25 % = ca. 1.250 €
  • Gesamt: ca. 13.600 €

Optimierung: Du zahlst zusätzlich 4.000 € in eine Rürup-Basisrente (94 % absetzbar = 3.760 € Sonderausgaben). Effekt: ~1.580 € Steuerersparnis. Wer dieses Geld stattdessen in einen ETF-Sparplan steckt, hat die volle Flexibilität. Die richtige Wahl hängt vom Lebensplan ab.

Top-Strategien zur Steueroptimierung

  • Sparerpauschbetrag voll nutzen. Freistellungsauftrag bei jedem Broker einrichten – sonst zahlst du auf jeden Cent Gewinn 25 % Steuer.
  • Werbungskosten geltend machen. Pendlerpauschale, Arbeitsmittel, Fortbildung – über die 1.230-€-Pauschale hinaus oft tausende Euro absetzbar.
  • Sonderausgaben nutzen. Krankenversicherung, Spenden, Kinderbetreuung, Schulgeld, Kirchensteuer – alle absetzbar.
  • Verluste mit Gewinnen verrechnen. Veräußerungsverluste aus dem Aktien-Topf können Aktien-Gewinne mindern. Über Verlustbescheinigung von der Bank.
  • Ehegattensplitting. Bei großen Einkommensunterschieden zwischen Partnern Steuervorteil von bis zu 18.000 € pro Jahr.
  • Spekulationsfrist beachten. Bei privat gehaltenen Edelmetallen oder Krypto greift nach 1 Jahr Haltedauer Steuerfreiheit – bei Aktien gilt das nicht mehr (Altbestand vor 2009 ausgenommen).
  • Spendenabzug. Spenden bis 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben absetzbar – nutzt sozialen Zweck und reduziert Steuerlast.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Sparerpauschbetrag 2024?

+
1.000 € pro Person, 2.000 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare. Bis zu dieser Grenze sind Kapitalerträge steuerfrei. Aktivierung: Freistellungsauftrag bei der Bank/dem Broker einrichten. Wer mehrere Banken nutzt, kann den Betrag aufteilen – insgesamt darf die Summe der Freistellungsaufträge das Limit nicht übersteigen.

Wann lohnt sich die Günstigerprüfung?

+
Wenn dein persönlicher Steuersatz unter 25 % liegt – etwa bei Studenten, Geringverdienern, Rentnern. In der Steuererklärung „Antrag auf Günstigerprüfung“ über Anlage KAP stellen. Das Finanzamt rechnet die Kapitalerträge dann mit deinem persönlichen Steuersatz statt mit 25 % Abgeltungssteuer – das kann mehrere hundert Euro Erstattung bringen.

Wie wird ein ETF-Sparplan versteuert?

+
Nach deutschem Investmentsteuergesetz (seit 2018) werden ETFs vereinfacht besteuert: Kursgewinne und Ausschüttungen mit 25 % Abgeltungssteuer (nach Sparerpauschbetrag), bei Aktien-ETFs gibt es 30 % Teilfreistellung (effektive Steuer ca. 17,5 %). Bei thesaurierenden ETFs greift die Vorabpauschale: Eine jährliche Mindestbesteuerung, die sich am Basiszins orientiert. Beim Verkauf wird die schon gezahlte Vorabsteuer angerechnet.

Lohnt sich Riester für mich?

+
Pauschal: nur in Spezialfällen. Klar gewinnbringend für: Familien mit mehreren förderberechtigten Kindern (hohe Kinderzulagen), Geringverdiener, Beamte. Für Gutverdiener ohne Kinder fressen Kosten, Inflexibilität und volle Besteuerung in der Auszahlphase die Steuervorteile oft auf. Stiftung Warentest und Verbraucherzentralen empfehlen dann meist ETF-Sparpläne. Vor Abschluss unbedingt mit ETF-Alternative durchrechnen.

Was ist der Unterschied zwischen Steuersatz und Grenzsteuersatz?

+
Der Durchschnittssteuersatz ist deine Steuerlast geteilt durch dein zu versteuerndes Einkommen – meist 20–35 %. Der Grenzsteuersatz ist der Satz, mit dem dein zusätzlich verdienter Euro besteuert wird – bei mittleren Einkommen oft schon 30–42 %. Für Steueroptimierung zählt vor allem der Grenzsteuersatz: Jede absetzbare Ausgabe (Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorge) reduziert dein Einkommen mit diesem Satz.