Immobilienrendite-Rechner: Mietrendite und Cashflow berechnen

Berechne Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Cashflow deiner Immobilieninvestition.

Immobilie & Finanzierung

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Mieteinnahmen & Kosten

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Monte Carlo Simulation

Simuliert verschiedene Marktszenarien für Immobilienwerte, Mieteinnahmen und Zinsentwicklung.

Finanzielle Übersicht

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Investitionsaufteilung

Rendite-Übersicht

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Sensitivitätsanalyse

Analysiert, wie sich Änderungen bei wichtigen Immobilien-Parametern auf Rendite und Cash Flow auswirken.

Hinweis: Dieser Rechner bietet eine vereinfachte Darstellung der Immobilienrendite.

Die Berechnung berücksichtigt keine Steuern oder zusätzliche Kosten wie Verwaltungsgebühren. Für eine detaillierte Beratung empfehlen wir, einen Finanzberater zu konsultieren.

Eine Kapitalanlage-Immobilie ist nur dann ein gutes Investment, wenn die Rendite stimmt – und das ist seltener der Fall, als Verkäufer und Makler suggerieren. Mit unserem Immobilienrendite-Rechner berechnest du Bruttomietrendite, Nettomietrendite, Eigenkapitalrendite (ROI) und den monatlichen Cashflow. So erkennst du sofort, ob ein Objekt rechnerisch attraktiv ist – oder ein Verlustgeschäft mit emotionalem Etikett.

Was ist Immobilienrendite?

Die Immobilienrendite zeigt, wie viel Ertrag eine vermietete Immobilie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erzielt. Vier Kennzahlen sind zentral:

  • Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100. Schnelle Faustzahl ohne Kosten.
  • Nettomietrendite: Berücksichtigt Erwerbsnebenkosten, nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten und Mietausfälle.
  • Eigenkapitalrendite (ROI): Ertrag im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital. Steigt mit Fremdfinanzierung (Hebel-Effekt).
  • Cashflow: Was nach allen monatlichen Ausgaben (Tilgung, Zinsen, laufende Kosten) übrig bleibt – positiv oder negativ.

Wie funktioniert der Rechner?

Du gibst die wichtigsten Eckdaten ein: Kaufpreis, Erwerbsnebenkosten, Eigenkapital, Kreditkonditionen, monatliche Kaltmiete, Bewirtschaftungskosten, Instandhaltungsrücklage. Der Rechner ermittelt:

  • Brutto- und Nettomietrendite
  • Eigenkapitalrendite
  • Monatlicher Cashflow vor und nach Steuern
  • Tilgungsplan über die geplante Haltedauer
  • Kapitalbedarf am Anfang (Eigenkapital + Erwerbsnebenkosten)

Die unterschätzten Erwerbsnebenkosten

Beim Immobilienkauf fallen zusätzlich zum Kaufpreis 8–14 % Nebenkosten an:

  • Grunderwerbsteuer: 3,5–6,5 % je nach Bundesland
  • Notarkosten + Grundbuch: ca. 1,5–2 %
  • Maklerprovision: 3–7 %, seit 2020 zwischen Käufer und Verkäufer geteilt
  • Optional: Wertgutachten, Sanierungsrückstellung

Diese Nebenkosten erhöhen das eingesetzte Kapital, ohne die Mieterträge zu steigern – und reduzieren so deine Rendite. Bei einem 300.000-€-Objekt sind 30.000–40.000 € zusätzlich nötig, die direkt auf dein Eigenkapital schlagen.

Beispiel: Eigentumswohnung 300.000 €

Du kaufst eine Wohnung für 300.000 €. 12 % Erwerbsnebenkosten = 36.000 €. Eigenkapital 80.000 €, Kredit 256.000 € zu 4 % Zins, 2 % Tilgung. Kaltmiete 1.200 € (Jahresmiete 14.400 €). Nicht umlagefähige Kosten 1.500 €/Jahr, Instandhaltungsrücklage 1.500 €/Jahr.

  • Bruttomietrendite: 14.400 / 300.000 = 4,8 %
  • Nettomietrendite: (14.400 − 3.000) / 336.000 = 3,4 %
  • Monatliche Kreditrate: 1.280 €. Monatliche Kaltmiete 1.200 € − Bewirtschaftungs­kosten 250 € = 950 € Netto-Einnahmen.
  • Cashflow: 950 − 1.280 = −330 € pro Monat

Du legst monatlich 330 € drauf. Dafür baust du Eigenkapital auf (Tilgung) und profitierst von potenzieller Wertsteigerung. Ob sich das lohnt, hängt vom konkreten Objekt, Standort und der Steuersituation ab.

Faustregeln zur schnellen Bewertung

  • 5-%-Regel: Eine vermietete Immobilie sollte mindestens 5 % Bruttomietrendite bringen. Darunter ist die Investition in den meisten Märkten unattraktiv.
  • Mietmultiplikator: Kaufpreis / Jahresnettomiete. Werte unter 20 gelten als günstig, 20–25 als marktüblich, über 25 als teuer.
  • 1-%-Regel (USA-Original): Monatsmiete sollte mindestens 1 % des Kaufpreises betragen. In deutschen Metropolen kaum mehr erreichbar – ein Indikator für überteuerte Märkte.
  • Cashflow-Test: Trägt sich die Immobilie bei realistischer Miete und voller Finanzierung mit 1–2 % Zins-Puffer selbst? Falls nein, ist das Risiko bei Zinserhöhung oder Mietausfall hoch.

Risiken, die viele unterschätzen

  • Mietausfälle und Leerstand. Plane mit 3–5 % Mietausfall-Quote, auch in guten Lagen.
  • Instandhaltung. 1–1,5 % des Kaufpreises p. a. als realistische Rücklage. Bei Altbauten höher.
  • Zinsänderungsrisiko. Nach Ablauf der Zinsbindung kann sich die Rate massiv verändern. Was bei 1,5 % gerade so trägt, ist bei 5 % oft ein Defizitgeschäft.
  • Wertentwicklung. Immobilienpreise steigen langfristig nominal, real aber oft nur leicht. Ohne fundamentale Wachstumsregion (Job-Hub, Zuzug) keine Garantie für Wertzuwachs.
  • Klumpenrisiko. Eine einzige Immobilie ist ein konzentriertes Investment. Ein ETF-Portfolio mit 4.000 Aktien hat ungleich bessere Diversifikation.

Häufige Fragen

Wann ist eine Immobilie eine gute Kapitalanlage?

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Wenn die Nettomietrendite über 4 % liegt, der Cashflow nach allen Kosten und Steuern positiv oder zumindest neutral ist, das Objekt in einer Region mit stabilem Mietniveau und realistischer Wertentwicklung steht und du die Erwerbsnebenkosten plus 1,5 % Sicherheitsreserve aus eigenem Kapital aufbringst. Wer blind auf Wertsteigerung spekuliert, baut auf Hoffnung – nicht auf Mathematik.

Was sind nicht umlagefähige Kosten?

+
Kosten, die der Vermieter nicht auf den Mieter umlegen darf: Verwaltergebühren, Bankgebühren, Reparaturen am Sondereigentum, Instandhaltungs­rücklagen, Kontoführung. In der Regel 1.500–3.000 €/Jahr pro Wohnung. Für die Nettomietrendite unbedingt einrechnen, sonst verschönert sich die Zahl unrealistisch.

Wie wirkt sich die Steuer auf die Rendite aus?

+
Mieteinnahmen werden mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Davon kannst du Werbungskosten absetzen: Zinsen, Abschreibung (i. d. R. 2 % p. a. auf Gebäudewert), nicht umlagefähige Kosten. Bei vielen Immobilieninvestitionen entsteht in den ersten Jahren ein steuerlicher Verlust, der das zu versteuernde Einkommen senkt – ein wichtiger Renditebooster für Gutverdiener.

Eigenheim oder Kapitalanlage – was rechnet sich besser?

+
Mathematisch fährt fast immer besser, wer zur Miete wohnt und das gesparte Geld investiert. Der Vergleich zeigt: Mietersparnis durch Eigenheim 4–5 %, ETF-Rendite langfristig 6–8 %. Plus Eigenheim-Nebenkosten (Sanierung, GEZ, Versicherungen). Dafür bringt das Eigenheim psychologische Sicherheit und ist kein „Markt“, aus dem man getrieben werden kann. Reine Renditeentscheidung: Mieten + ETF. Reine Lebensstil-Entscheidung: oft Kaufen.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Immobilie?

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Faustregel: Mindestens die Erwerbsnebenkosten (10–15 % des Kaufpreises) als Eigenkapital, besser zusätzlich 10–20 % vom Kaufpreis. Bei einem 300.000-€-Objekt also 60.000–100.000 €. Banken verlangen heute oft 20 % Eigenkapital, für 100-%-Finanzierungen sind die Konditionen deutlich schlechter und das Risiko bei fallenden Preisen höher.