Renten-Gap-Rechner

Berechne deine Rentenlücke und die benötigte monatliche Sparrate für einen sorgenfreien Ruhestand

Persönliche Daten

Wert zwischen 18 und 100

Wert zwischen 36 und 100

Wert zwischen 0 und 500.000

Wert zwischen 0 und 20.000

Wert zwischen 68 und 120

Bestehende Vorsorge

Wert zwischen 0 und 5.000

Wert zwischen 0 und 5.000

Wert zwischen 0 und 5.000

Wert zwischen 0 und 5.000.000

Annahmen

%

Wert zwischen -10 und 20

%

Wert zwischen 0 und 10

Ergebnisübersicht

Monatliche Rentenlücke (heute):0 €
Kapitalbedarf bei Renteneintritt:0 €
Vermögen bei Renteneintritt:0 €
Dein Vermögen reicht voraussichtlich aus. Mit den gewählten Annahmen wächst dein heutiges Kapital bis Renteneintritt um 0 € über den Bedarf hinaus. Achte aber: reale Renditen schwanken stark, und Crashs in der Auszahlphase erhöhen das Risiko.

Zusammensetzung deiner Rente

Vorhandene Rente

1.800 €

Gewünschte Rente

3.000 €

Kapitalentwicklung bis zur Rente

Detaillierte Ergebnisse

Zeitraum bis zur Rente

32 Jahre

Erwartete Rentendauer

23 Jahre

Vorsorge-Anteil am Einkommen

0,0 %

Rentenlücke in %

0,0 %

Rendite vs. Inflation

Die Realrendite beträgt 3,0 % pro Jahr

Hinweis: Dieser Rechner bietet eine vereinfachte Darstellung deiner Rentensituation.

Die Berechnung basiert auf konstanten Renditen und Inflationsraten und berücksichtigt keine Steuern. Für eine detaillierte Beratung empfehlen wir, einen Finanzberater zu konsultieren.

Die gesetzliche Rente reicht für die meisten Deutschen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Mit unserem Renten-Gap-Rechner ermittelst du die Lücke zwischen deinem letzten Nettoeinkommen und deiner zu erwartenden Rente – und bekommst eine konkrete monatliche Sparrate, mit der du diese Lücke schließen kannst. So verlierst du den vagen „Ich müsste eigentlich mal vorsorgen“-Eindruck und bekommst belastbare Zahlen.

Was ist die Rentenlücke?

Als Rentenlücke bezeichnet man die Differenz zwischen dem Nettoeinkommen vor Renteneintritt und der tatsächlichen Rente. Die Deutsche Rentenversicherung selbst rechnet mit einem Sicherungsniveau vor Steuern von aktuell ca. 48 % – Tendenz fallend. Das heißt: Wer 3.000 € brutto verdient, bekommt rund 1.440 € Rente vor Steuern.

Real benötigen die meisten Menschen im Alter 70–80 % ihres letzten Nettoeinkommens, um den gewohnten Lebensstandard zu halten – manche Ausgaben fallen weg (Berufskleidung, Pendeln), andere kommen hinzu (Gesundheit, Pflege). Die Lücke kann monatlich schnell 600–1.500 € betragen.

Wie funktioniert der Renten-Gap-Rechner?

Du gibst ein:

  • Aktuelles Bruttogehalt: Basis für die Hochrechnung deiner gesetzlichen Rente.
  • Aktuelles Alter und geplantes Renteneintrittsalter: Bestimmt die Beitragsjahre und den Anspruch.
  • Gewünschtes Renten-Nettoeinkommen: Was du im Alter monatlich brauchst (Faustregel: 80 % deines aktuellen Nettos).
  • Erwartete Rendite und Inflation: Standardannahmen 5–7 % Rendite, 2 % Inflation.

Der Rechner ermittelt deine voraussichtliche gesetzliche Rente, die monatliche Lücke und die Sparrate, die du bis Renteneintritt aufbauen musst, um die Lücke dauerhaft zu schließen – inklusive Inflationsanpassung.

Das deutsche Drei-Säulen-Modell

Das Rentensystem in Deutschland ruht auf drei Säulen:

  • 1. Gesetzliche Rente: Pflichtbeiträge, umlagefinanziert. Sicherer Grundpfeiler, aber auf den Lebensstandard nicht ausreichend.
  • 2. Betriebliche Altersvorsorge: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse, Direktzusage. Steuer- und sozialabgabenbefreit in der Ansparphase, in der Rentenphase dafür voll zu versteuern.
  • 3. Private Vorsorge: ETF-Sparplan, Immobilien, Riester, Rürup, Lebensversicherung, Aktien. Eigenverantwortlich – mit dem größten Renditepotenzial.

In der Praxis bauen erfolgreiche Vorsorger meist auf Säule 1 + 3. Säule 2 lohnt sich, wenn der Arbeitgeber substanziell zuzahlt – sonst sind die Steuervorteile oft durch Sozialabgaben in der Rente neutralisiert.

Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?

Die gesetzliche Rente folgt der Rentenformel:

Monatliche Rente = Entgeltpunkte × Rentenartfaktor × Zugangsfaktor × Rentenwert

Vereinfacht: Pro Jahr Beitrag mit Durchschnittseinkommen bekommst du einen Entgeltpunkt. Aktuell entspricht ein Entgeltpunkt rund 41 € monatlicher Rente (gesamtdeutsch seit der Rentenangleichung 2024). Wer 40 Jahre lang das Durchschnittsgehalt verdient, kommt also auf ca. 1.640 € brutto Rente – nach Steuern und Krankenversicherung bleiben oft nur 1.300–1.400 € netto.

Beispiel: Maria, 35 Jahre, 3.500 € brutto

Maria verdient 3.500 € brutto und plant mit 67 in Rente zu gehen. Sie braucht im Alter 1.800 € netto (heute kaufkraftbereinigt) für ihren Lebensstandard.

  • Erwartete gesetzliche Rente brutto: ca. 1.700 €
  • Davon KV-/PV-Beiträge (KVdR ca. 11 %) + anteilige Steuer: ca. −250 €
  • Netto-Rente: ca. 1.450 €
  • Monatliche Lücke: 350 € (heutige Kaufkraft)

Um diese Lücke ab 67 dauerhaft zu schließen (bei 25 Jahren erwarteter Rentendauer), braucht Maria ein zusätzliches Kapital von ca. 180.000 € in heutiger Kaufkraft – inflationsbereinigt 320.000 € nominell. Mit einem ETF-Sparplan von 225 €/Monat bei 6 % Rendite und 2 % Dynamisierung erreicht sie dieses Ziel.

Tipps für die Altersvorsorge

  • Rentenbescheid jährlich prüfen. Ab 27 schickt die DRV jährlich eine Renteninformation. Plausibilität checken – Lücken in Beitragsverlauf zeitnah klären.
  • Inflation einrechnen. Eine Lücke von 500 € heute entspricht in 30 Jahren bei 2 % Inflation rund 905 €. Wer nominell rechnet, unterschätzt seinen Bedarf systematisch.
  • ETF-Sparplan als Hauptsäule. Hohe erwartete Realrendite, steuerlich einfach, jederzeit flexibel. Riester und Rürup nur für klar definierte Zielgruppen sinnvoll.
  • Arbeitgeber-bAV nutzen, wenn er zuzahlt. Mindestens 15 % gesetzlich, oft mehr. Ohne Zuschuss ist bAV häufig die schlechtere Wahl.
  • Frühzeitige Vorsorge ist exponentiell wertvoller. Wer mit 30 startet, braucht für dieselbe Lücke nur ein Drittel der Sparrate von jemandem, der mit 50 anfängt.

Häufige Fragen

Wie hoch wird meine gesetzliche Rente sein?

+
Eine grobe Faustregel: Pro Jahr mit Durchschnittsgehalt bekommst du ca. 40 € monatliche Rente. Bei 40 Beitragsjahren also rund 1.600 € brutto. Wer mehr verdient als der Durchschnitt, bekommt anteilig mehr (gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze). Genaue Werte stehen in der jährlichen Renteninformation der DRV.

Lohnt sich Riester noch?

+
Für die meisten: nein. Hohe Kosten, niedrige Renditen und volle Besteuerung in der Auszahlungsphase fressen die Steuervorteile oft auf. Sinnvoll bleibt Riester für Familien mit mehreren Kindern (hohe Kinderzulagen) und Beamte/Geringverdiener. Alle anderen fahren mit einem ETF-Sparplan meist besser. Stiftung Warentest und Verbraucherzentralen sehen das ähnlich.

Was ist Rürup und für wen lohnt es sich?

+
Die Basisrente (Rürup) ist eine private Rente mit hohen Steuerabzügen in der Ansparphase. Sie eignet sich vor allem für Selbstständige mit hohem Einkommen ohne Zugang zur gesetzlichen Rente. Nachteile: lebenslange Rente (kein Kapitalwahlrecht), kein Vererbungsanspruch, volle Besteuerung in der Rente. Vor Abschluss unbedingt mit ETF-Alternative vergleichen.

Reicht ein ETF-Sparplan für die Altersvorsorge?

+
Für viele ja – als Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Ein ETF-Sparplan bietet hohe erwartete Renditen, Flexibilität und im Vergleich zu Versicherungen niedrige Kosten. Wichtig: Disziplin (auch in Krisen weiterzahlen), Diversifikation (Welt-ETF) und ein langer Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren.

Wie viel sollte ich monatlich für die Rente sparen?

+
Faustregel: 10–15 % des Bruttoeinkommens – inklusive gesetzlicher Rentenversicherung (ca. 9,3 % Arbeitnehmer-Anteil). Privat zusätzlich also 5–8 % vom Brutto. Bei 3.500 € Brutto wären das 175–280 € monatlich. Wer später anfängt oder höhere Ansprüche hat, muss entsprechend mehr aufwenden.