Inflationsrechner

Berechne, wie sich die Kaufkraft deines Geldes über die Zeit durch Inflation verändert

Wert zwischen 1 und 999.999.999

Wert zwischen -10.000 und 10.000

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Spezifische Güteranalyse

Historische Daten

Verwendet konstante Inflationsrate für Projektionen

Wert zwischen -10.000 und 10.000

Betrag in 2026

1.000 €

Kaufkraft in 2036

1.000 €

Kaufkraftverlust

0.00%

Szenario-Vergleich (10 Jahre)

Hinweis: Diese Berechnung zeigt, wie sich die Kaufkraft eines bestimmten Geldbetrags über die Zeit verändert.

Die Berechnung basiert auf einer konstanten Inflationsrate und soll als Orientierung dienen. Die tatsächliche Inflation kann variieren.

Sie können Jahre zwischen -10000 und 10000 eingeben. Für sehr große Zeiträume werden die Daten automatisch gruppiert, um die Performance zu erhalten.

Inflation ist der stille Vermögensvernichter. Während du sie im Alltag oft nur an einzelnen Preissprüngen merkst, schmälert sie deine Kaufkraft kontinuierlich Jahr für Jahr. Mit unserem Inflationsrechner siehst du, wie viel ein Geldbetrag heute, in 10 Jahren oder in 30 Jahren real wert ist – und wie viel du heute investieren musst, um in Zukunft dieselbe Kaufkraft zu erhalten.

Was ist Inflation?

Inflation bezeichnet den durchschnittlichen Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen über die Zeit. Sie wird in Deutschland vom Statistischen Bundesamt über den Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen, der einen festgelegten Warenkorb („typische Lebenshaltung“) jedes Jahr neu bewertet.

Eine Inflationsrate von 2 % bedeutet: Was vor einem Jahr 100 € kostete, kostet heute 102 €. Klingt harmlos, summiert sich aber massiv. Bei 2 % Inflation jährlich verliert dein Geld in 10 Jahren rund 18 % Kaufkraft, in 20 Jahren 33 %, in 30 Jahren fast die Hälfte.

Wie funktioniert der Inflationsrechner?

Du gibst ein:

  • Heutiger Geldbetrag: Was du heute auf dem Konto hast oder ausgibst.
  • Zeitraum: Wie viele Jahre in die Zukunft (oder Vergangenheit) gerechnet werden soll.
  • Inflationsrate: Erwartete oder historische Rate. Standard 2 % (EZB-Zielwert), in Krisen auch 5 %+ realistisch.

Der Rechner liefert:

  • Reale Kaufkraft deines Betrags am Ende des Zeitraums
  • Nötiger Nominalbetrag, um die heutige Kaufkraft zu erhalten
  • Kaufkraftverlust in Prozent
  • Visualisierung der schleichenden Entwertung

Wie wird Inflation berechnet?

Die Grundformel für Kaufkraftverlust:

Reale Kaufkraft = Nominalbetrag / (1 + i)ⁿ

i = Inflationsrate (Dezimal)
n = Anzahl Jahre

Beispiel: 10.000 € heute haben in 20 Jahren bei 3 % Inflation eine reale Kaufkraft von 5.537 €. Anders ausgedrückt: Du brauchst dann 18.061 €, um dasselbe zu kaufen wie heute mit 10.000 €.

Historische Inflation in Deutschland

Die deutsche Inflation lag seit Einführung des Euro (2002) im langjährigen Mittel bei ca. 2 %. Es gab aber massive Ausreißer:

  • 1970er Jahre: Ölkrisen → 5–7 % Inflation
  • 1990er Jahre: Wiedervereinigung → 4–6 % zeitweise
  • 2009–2020: Niedriginflation, oft unter 2 %
  • 2022: Nach Pandemie und Energiekrise 10,4 % – höchster Wert seit 1951
  • 2024: Rückgang auf 2–3 %

Wer auf 2 % langfristig plant, liegt für ruhige Jahrzehnte richtig. Krisenzeiten können diesen Wert aber temporär verdoppeln oder verfünffachen – ein Risiko, das in der Vermögensplanung berücksichtigt werden muss.

Beispiel: 100.000 € auf dem Sparbuch

Du hast 100.000 € geerbt und packst sie auf ein Sparbuch mit 0,5 % Zinsen. Bei 3 % Inflation:

  • Nominal nach 30 Jahren: 116.140 € (durch 0,5 % Zinsen)
  • Real nach 30 Jahren: 47.840 € Kaufkraft (in heutigem Geld)
  • Realer Verlust: über 52.000 € in heutiger Kaufkraft

Der „sichere“ Sparkurs ist also der riskanteste – garantierter Kaufkraftverlust ohne Chance auf Erholung. Wer dieselben 100.000 € in einen breit gestreuten Welt-ETF steckt, hat mit historischen 7 % Rendite nach 30 Jahren ca. 760.000 € nominal, real (nach 3 % Inflation) etwa 313.000 € – über sechsmal mehr.

Wie schützt du dich vor Inflation?

  • Aktien und Aktien-ETFs. Unternehmen geben Kostensteigerungen langfristig an Kunden weiter. Historisch realer Wertzuwachs auch in Hochinflations­phasen.
  • Immobilien. Mieten und Werte folgen tendenziell der Inflation – vorausgesetzt, der Standort entwickelt sich gut.
  • Inflationsindexierte Anleihen (Linker). Zins und Tilgung steigen mit dem Verbraucherpreisindex. Direktinvestment für Privatanleger schwierig, geht über spezielle ETFs.
  • Gold und Rohstoffe. In Krisenzeiten oft Inflations-Schutz, aber keine laufende Rendite. Beimischung von 5–10 % möglich, nicht als Hauptanlage.
  • Was nicht hilft: Tagesgeld, Sparbuch, Festgeld unterhalb der Inflationsrate, Lebensversicherungen mit Garantiezins. Alle drei haben in den letzten 15 Jahren real Geld vernichtet.

Häufige Fragen

Was ist die Zielinflation der EZB?

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von mittelfristig 2 % für die Eurozone an. Werte deutlich darunter (Deflation) und darüber (überhitzte Wirtschaft) gelten als problematisch. Die EZB steuert über den Leitzins gegen Inflationsabweichungen – höherer Zins bremst die Wirtschaft und damit Preisdruck, niedriger Zins regt sie an.

Was ist gefühlte Inflation?

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Die gefühlte Inflation liegt oft höher als die statistische, weil Menschen Preissprünge bei Alltagsprodukten (Lebensmittel, Energie) stärker wahrnehmen als Preissenkungen bei seltenen Käufen (Elektronik, Reisen). Beide Inflationsbegriffe sind „richtig“ – statistisch ist der VPI maßgeblich, individuell kann deine persönliche Inflation deutlich abweichen, abhängig vom Konsumverhalten.

Sind ETFs ein guter Inflationsschutz?

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Langfristig ja, kurzfristig oft nein. In den ersten 1–2 Jahren hoher Inflation verlieren Aktien meist (Zinsanstieg drückt Kurse). Nach dieser Anpassungsphase erwirtschaften breit gestreute Aktien-ETFs aber meist eine positive Realrendite, weil Unternehmen Preissteigerungen weitergeben können. Wer 10+ Jahre Anlagehorizont hat, ist mit Welt-ETFs gut gegen Inflation aufgestellt.

Wie wirkt Inflation auf Kredite?

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Bei festverzinsten Krediten profitiert der Schuldner: Der reale Wert der Schuld sinkt, während Lohn und Mieteinnahmen meist mit der Inflation steigen. Wer einen Baukredit zu 1 % Zins hat und 5 % Inflation erlebt, „spart“ real 4 % pro Jahr. Genau deshalb gelten Immobilienkredite als langfristiger Inflationsschutz – eines der wenigen Beispiele, wo Schulden gewinnen.

Was bedeutet Hyperinflation und kann sie wieder kommen?

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Hyperinflation bezeichnet Preissteigerungen von 50 %+ pro Monat, historisch z. B. in der Weimarer Republik 1923 oder Simbabwe 2008. In modernen entwickelten Volkswirtschaften mit unabhängigen Zentralbanken ist Hyperinflation extrem unwahrscheinlich. Realistisch bleiben aber Phasen erhöhter Inflation (5–10 %), wie 2022 in Europa erlebt – ein gutes Argument für Sachwerte und gegen pure Geldvermögen.