Vermögenswachstumsrechner

Berechne, wie dein Vermögen wächst und wie lange es dauert, bis du dein Ziel erreichst

Vermögensdaten

Wert zwischen 0 und 10.000.000

Wert zwischen 50.000 und 100.000.000

Wert zwischen 0 und 50.000

%

Wert zwischen -10 und 30

%

Wert zwischen 0 und 10

%

Wert zwischen 0 und 20

Jahre

Wert zwischen 1 und 100

Ergebnisse

Dauer bis zum Ziel:Ziel in 40 Jahren nicht erreicht
Endvermögen:0 €
Kaufkraft (heute):0 €
Gesamte Einzahlungen:0 €
Renditeanteil:0 €

Vermögensentwicklung

Zusammensetzung des Endvermögens

Hinweis: Dieser Rechner bietet eine vereinfachte Darstellung der Vermögensentwicklung.

Die Berechnung basiert auf konstanten Renditen und Inflationsraten und berücksichtigt keine Steuern. Für eine detaillierte Beratung empfehlen wir, einen Finanzberater zu konsultieren.

Der Vermögenswachstumsrechner dreht den klassischen Sparrechner um: Statt zu fragen „Was kommt bei meiner aktuellen Sparrate heraus?“, beantwortet er „Wann erreiche ich mein finanzielles Ziel – und welche Sparrate brauche ich dafür?“. Egal ob 100.000 € fürs Eigenheim, 500.000 € für die Frührente oder 1.000.000 € für die finanzielle Unabhängigkeit: Mit ein paar Eingaben kennst du Zielzeitpunkt und nötigen Sparbetrag.

Was ist Vermögenswachstum?

Vermögenswachstum ist die Veränderung deines Nettovermögens (Assets minus Schulden) über die Zeit. Es entsteht durch zwei Quellen: deine Sparquote (was du nicht ausgibst) und die Rendite auf bestehendes Vermögen. Bei kleinen Vermögen dominiert die Sparquote, bei großen Vermögen die Rendite – ein Wendepunkt, den jeder ernsthafte Sparer erreichen kann.

Wichtig zu verstehen: Vermögensaufbau ist kein linearer Prozess. In den ersten Jahren wirst du das Gefühl haben, „nichts“ passiert. Erst wenn das Kapital groß genug wird, dass die jährliche Rendite deine Sparrate übersteigt, beschleunigt sich das Wachstum spürbar.

Wie funktioniert der Vermögenswachstumsrechner?

Du gibst ein:

  • Aktuelles Vermögen: Dein Startwert (Depot, Erspartes, Notgroschen). Schulden gegenrechnen.
  • Monatliche Sparrate: Was du regelmäßig zur Seite legen kannst.
  • Zielvermögen: Der Betrag, ab dem du dein Ziel erreicht hast.
  • Erwartete Rendite: Realistisch 5–7 % p. a. für ein aktienlastiges Portfolio.

Der Rechner ermittelt, in wie vielen Jahren du dein Ziel erreichst und visualisiert die Wachstumskurve. Du kannst zusätzlich verschiedene „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen: Was passiert mit der Zielzeit, wenn ich 100 € mehr spare? Wenn ich 1 % mehr Rendite erziele?

Das wichtigste Vermögensziel: die FI-Quote

Im Kern jedes Vermögensaufbaus steht eine Frage: Wann reicht mein Vermögen aus, um davon zu leben? Diese Schwelle nennt sich Financial Independence (FI) und wird über die berühmte 4-%-Regel bestimmt:

Zielvermögen für FI = jährliche Ausgaben × 25

Wer monatlich 2.500 € (also 30.000 € pro Jahr) braucht, ist mit 750.000 € Depotvermögen finanziell unabhängig. Bei 4.000 € Monatsausgaben sind es 1,2 Mio. €. Diese Zahl ist oft kleiner als gedacht – und schon mit moderaten Sparraten erreichbar, wenn früh gestartet wird.

Meilensteine auf dem Weg zum Ziel

Statt nur das Endziel im Blick zu haben, helfen psychologisch wirksame Zwischenziele:

  • Notgroschen (3–6 Monatsausgaben): Erste Stufe – ohne ihn keine seriöse Geldanlage.
  • Erste 10.000 €: Schwellenwert, der mental schwer ist – ab hier wird es einfacher.
  • 100.000 €: Ab dieser Größe spürst du die Rendite jährlich deutlich – bei 7 % wachsen sie um 7.000 € jährlich, allein durch Zinseszins.
  • 500.000 €: „Coast FI“ – auch ohne weitere Sparrate erreicht das Vermögen bei 7 % in ca. 30 Jahren rund 3,8 Mio. €.
  • 25× Jahresausgaben: Volle finanzielle Unabhängigkeit.

Beispiel: Vom Berufseinsteiger zur Millionärin

Sarah, 28 Jahre, hat aktuell 5.000 € auf dem Tagesgeldkonto. Sie spart monatlich 500 € in einen Welt-ETF mit erwarteten 7 % Rendite. Ihr Ziel: 1.000.000 €.

  • Nach 10 Jahren: ca. 97.000 €
  • Nach 20 Jahren: ca. 281.000 €
  • Nach 30 Jahren: ca. 651.000 €
  • Nach 36 Jahren (Alter 64): rund 1.000.000 € erreicht

Erhöht sie ihre Sparrate auf 700 €, fällt der Zielzeitpunkt auf rund 32 Jahre (Alter 60). Erhöht sie zusätzlich die Rendite durch konsequente Aktienquote auf 8 %, sind es ca. 29 Jahre. Jede Stellschraube zählt – und der Rechner macht das transparent.

Tipps für nachhaltiges Vermögenswachstum

  • Sparquote vor Sparrate. Eine Sparquote von 20 % statt 10 % halbiert deine Zeit zur finanziellen Unabhängigkeit – nicht weil du mehr sparst, sondern weil du gleichzeitig weniger zum Leben brauchst.
  • Lifestyle-Inflation vermeiden. Gehaltserhöhungen vollständig in höheren Konsum zu stecken bremst den Vermögensaufbau massiv. Faustregel: 50 % der Erhöhung in die Sparrate, 50 % in den Lifestyle.
  • Schulden vor Investments. Konsumkredite mit 6 %+ Zinsen sind eine garantierte Negativrendite. Erst tilgen, dann investieren.
  • Diversifikation einhalten. Einzelne Unternehmen können pleitegehen, ein Welt-ETF nicht. Sicherheit kommt aus Streuung, nicht aus „sicheren Tipps“.
  • Markt-Timing meiden. Studien zeigen, dass Anleger durch Ein-/Aussteigen im Schnitt 2–3 % Rendite jährlich verlieren. Buy & Hold gewinnt.

Häufige Fragen

Was ist eine realistische Sparquote?

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Klassisch empfehlen Finanzexperten 20 % vom Netto. In der FIRE-Bewegung sind 50 %+ üblich, was den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit drastisch verkürzt. Für die meisten Familien sind 15–25 % realistisch. Wer unter 10 % liegt, sollte zuerst die Ausgabenseite optimieren – das hat oft mehr Hebel als Renditeoptimierung.

Wie viel brauche ich für die finanzielle Unabhängigkeit?

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Nach der 4-%-Regel: das 25-fache deiner Jahresausgaben. Bei 30.000 € Jahresbedarf sind das 750.000 €. Konservativer rechnet die 3-%-Regel mit dem 33-fachen (ca. 1 Mio. €) – sicherer für lange Zeiträume oder hohe Inflation. Je früher du in Rente willst, desto eher solltest du konservativ rechnen.

Reicht es, regelmäßig zu sparen, oder muss ich auch investieren?

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Reines Sparen reicht für ernsthaften Vermögensaufbau nicht. Tagesgeld liefert nach Inflation oft eine Negativrendite, das heißt: Deine Kaufkraft sinkt, obwohl der Kontostand steigt. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt an breit gestreuten Aktieninvestments (z. B. Welt-ETFs) nicht vorbei – die historische Realrendite liegt bei rund 5 %.

Wie überstehe ich Börsencrashs ohne emotionale Fehlentscheidungen?

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Drei Dinge helfen: Erstens ein Notgroschen (3–6 Monatsausgaben), damit du nie zwingend in der Krise verkaufen musst. Zweitens eine schriftliche Anlagestrategie, an die du dich auch in Panik hältst. Drittens: nicht hinschauen. Wer im Crash sein Depot wöchentlich öffnet, fängt an zu reagieren. Buy & Hold heißt: kaufen, halten, ignorieren.

Was tun bei zu niedriger Sparrate?

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Erst Ausgaben analysieren, dann Einkommen erhöhen. Mit einem Haushaltsbuch oder unserem Haushaltsbudget-Rechner identifizierst du schnell die größten Optimierungs-Hebel: Wohnen (oft 30–40 % der Ausgaben), Versicherungen, Abos. Auf Einkommensseite hilft langfristig oft eine Gehaltsverhandlung oder ein Jobwechsel – beides hat mehr Hebel als 5 € Sparen am Kaffee.