ETF-Vergleichsrechner: Kosten und Renditen vergleichen

Vergleiche zwei ETFs und erfahre, wie Rendite und Kosten dein Anlageergebnis beeinflussen

Allgemeine Daten

Wert zwischen 0 und 1.000.000

Wert zwischen 0 und 10.000

Jahre

Wert zwischen 1 und 50

ETF 1

%

Wert zwischen 0 und 25

%

Wert zwischen 0 und 3

Effektive Rendite: 6.80%

ETF 2

%

Wert zwischen 0 und 25

%

Wert zwischen 0 und 3

Effektive Rendite: 6.40%

Monte Carlo Simulation

Die Monte Carlo Simulation zeigt mögliche Ergebnisse basierend auf historischen Schwankungen der Märkte.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich Änderungen einzelner Parameter auf das Endergebnis auswirken.

Vergleichsergebnisse

Gesamteinzahlungen:0 €
Endkapital ETF 1:0 €
Endkapital ETF 2:0 €
Differenz:0 € (0.00%)

Vergleich der Gesamtkosten

Kapitalentwicklung

Hinweis: Dieser Rechner zeigt den Einfluss unterschiedlicher Renditen und Kosten auf deine Geldanlage.

Die Berechnung basiert auf konstanten Renditen und TERs. Tatsächliche Werte können variieren. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Der ETF-Vergleichsrechner zeigt dir, wie sich auf den ersten Blick kleine Kostenunterschiede zwischen zwei ETFs über 10, 20 oder 30 Jahre auf dein Endvermögen auswirken. Schon 0,3 % höhere Gesamtkostenquote (TER) können bei langer Laufzeit einen fünfstelligen Unterschied ausmachen. Vergleiche TER, Performance und Sparrate – und triff eine fundierte Entscheidung, bevor du dich auf einen ETF festlegst.

Was ist ein ETF?

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Er bildet einen Aktienindex wie den DAX, MSCI World oder S&P 500 möglichst exakt ab und wird – im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds – nicht aktiv gemanagt. Das macht ETFs deutlich günstiger als gemanagte Fonds: Statt 1,5–2,5 % laufender Kosten pro Jahr fallen bei guten ETFs nur 0,1–0,3 % an.

Mit einem einzigen Welt-ETF investierst du in 1.500 bis 4.000 Unternehmen weltweit und streust dein Risiko maximal. Das ist der Grund, warum sowohl die Stiftung Warentest als auch Verbraucherzentralen ETFs als Standardlösung für den langfristigen Vermögensaufbau empfehlen.

Wie funktioniert der ETF-Vergleichsrechner?

Der Rechner stellt zwei ETFs nebeneinander und berechnet, wie viel Vermögen jeweils am Ende der Laufzeit übrig bleibt. Du gibst für jeden ETF an:

  • Erwartete Rendite (z. B. 7 % p. a. für einen Welt-ETF)
  • TER – die Total Expense Ratio, also die jährlichen Fondskosten
  • Sparrate und Anfangskapital
  • Anlagehorizont in Jahren

Aus Rendite minus TER ergibt sich die Netto-Rendite, die in die Zinseszinsberechnung einfließt. Das Ergebnis zeigt sowohl absolute Werte als auch die Differenz – häufig der eindrucksvollste Aha-Moment des Vergleichs.

TER ist nicht gleich Gesamtkosten

Die TER (Total Expense Ratio) ist die wichtigste Kostenkennzahl, aber nicht vollständig. Sie deckt Verwaltungs-, Depotbank- und Lizenzgebühren ab, aber nicht alle Handelskosten innerhalb des Fonds. Realistischer ist die Tracking Difference (TD): die tatsächliche Abweichung der ETF-Performance vom zugrunde liegenden Index.

Beispiel: Ein ETF mit TER 0,20 % kann durch Wertpapierleihe und cleveres Management eine TD von nur 0,05 % erreichen – also günstiger sein als ein anderer ETF mit TER 0,12 %. Schau dir bei justETF oder extraETF immer die 3-Jahres-TD an, bevor du dich entscheidest.

Ausschüttend oder thesaurierend?

Bei der Ertragsverwendung gibt es zwei Varianten:

  • Ausschüttend: Dividenden werden quartals- oder halbjährlich auf dein Verrechnungskonto ausgezahlt. Vorteil: Der Sparerpauschbetrag (1.000 € Singles / 2.000 € Paare) wird automatisch genutzt. Nachteil: Du musst manuell reinvestieren.
  • Thesaurierend: Dividenden werden direkt im Fonds wieder angelegt – maximaler Zinseszinseffekt ohne deinen Aufwand. Steuerlich greift seit 2018 die Vorabpauschale, die jährlich eine Mindestbesteuerung sicherstellt.

In der Ansparphase sind thesaurierende ETFs für die meisten Anleger die einfachere Wahl. In der Entnahmephase oder bei voller Nutzung des Freibetrags können ausschüttende Varianten sinnvoll sein.

Physisch vs. synthetisch repliziert

ETFs bilden ihren Index auf zwei Arten ab:

  • Physische Replikation: Der Fonds kauft die Aktien des Index tatsächlich. Bei großen Indizes wie dem MSCI World wird oft Sampling eingesetzt – nicht alle, aber repräsentative Aktien werden gehalten.
  • Synthetische Replikation (Swap): Der ETF tauscht die Performance über ein Tauschgeschäft mit einer Bank. Vorteil: günstigere Abbildung exotischer Indizes. Nachteil: minimales Kontrahentenrisiko (in der EU auf 10 % begrenzt).

Für die meisten Anleger sind physisch replizierende ETFs die transparentere Wahl. Bei Schwellenländer- oder Rohstoff-Indizes können synthetische Varianten kostengünstiger sein.

Beispiel: 200 €/Monat über 30 Jahre

Du sparst 30 Jahre lang monatlich 200 € bei 7 % Brutto-Rendite. Wir vergleichen zwei ETFs:

  • ETF A: TER 0,20 % → Netto 6,80 % → Endvermögen ca. 233.000 €
  • ETF B: TER 0,50 % → Netto 6,50 % → Endvermögen ca. 219.000 €

Differenz: ~14.000 € – nur durch 0,3 % höhere Kosten. Bei höheren Beträgen oder längeren Laufzeiten kann der Effekt sechsstellig werden. Das ist der Hauptgrund, warum erfahrene Anleger bei der ETF-Wahl vor allem auf Kosten und Tracking-Qualität schauen.

Tipps zur ETF-Auswahl

  • TER unter 0,30 %. Welt-ETFs gibt es ab 0,07 % – mehr als 0,30 % ist bei Standard-Indizes nicht nötig.
  • Fondsvolumen über 100 Mio. €. Kleinere ETFs werden gerne zusammen­gelegt oder geschlossen, was Steuern auslösen kann.
  • Mindestens 5 Jahre Track Record. Erst dann lassen sich Tracking-Qualität und Stabilität beurteilen.
  • UCITS-Konformität. EU-regulierte ETFs erfüllen strenge Diversifikations- und Transparenzregeln – bei Standardprodukten ohnehin gegeben.
  • Sparplanfähig und kostenfrei. Viele Broker bieten ausgewählte ETFs ohne Ordergebühr im Sparplan – ein klares Plus über lange Laufzeiten.

Häufige Fragen

Was ist die TER bei einem ETF?

+
Die Total Expense Ratio ist die jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds. Sie umfasst Verwaltungs-, Depotbank-, Lizenz- und Vertriebsgebühren. Die TER wird täglich anteilig vom Fondsvermögen abgezogen – du siehst keine separate Rechnung, aber der ETF performt entsprechend schlechter als der Index. Für Welt-ETFs sind 0,07–0,25 % üblich.

Wie viele ETFs sollte ich besitzen?

+
Für die meisten Privatanleger reicht ein einziger Welt-ETF auf MSCI World oder FTSE All-World. Wer Schwellenländer stärker gewichten will, kombiniert 70 % Industrieländer mit 30 % Emerging Markets (klassische 70/30-Strategie). Mehr als 3–4 ETFs verkompliziert die Allokation, ohne das Risiko nennenswert weiter zu senken.

MSCI World oder FTSE All-World – was ist besser?

+
Beide Indizes sind ausgezeichnete Welt-Lösungen. MSCI World umfasst ca. 1.500 Aktien aus 23 Industrieländern. FTSE All-World deckt zusätzlich Schwellenländer ab und enthält ca. 4.000 Aktien aus 49 Ländern. Wer ein wirklich globales Portfolio mit einem ETF will, fährt mit dem FTSE All-World besser – historisch liegen beide aber nahe beieinander.

Sind ETFs sicher?

+
ETFs sind Sondervermögen: Bei Insolvenz der Fondsgesellschaft sind deine Anteile vom Vermögen der Gesellschaft getrennt und gehören weiter dir. Das unternehmerische Risiko der Fondsgesellschaft trifft dich also nicht. Das Marktrisiko (Kursschwankungen, Crashs) bleibt natürlich – breit gestreute Welt-ETFs gleichen Verluste historisch aber nach 10–15 Jahren wieder aus.

Lohnt sich ein Wechsel zu einem günstigeren ETF?

+
Pauschal: oft nein. Beim Wechsel realisierst du Kursgewinne, die mit 25 % Abgeltungs­steuer versteuert werden – das frisst die Kostenersparnis schnell auf. Sinnvoller ist meist, den alten ETF zu behalten und neue Sparraten in den günstigeren ETF fließen zu lassen. Erst bei mehr als 0,5 % TER-Differenz und sehr langer Restlaufzeit lohnt der Tausch.