100 € im Monat anlegen: was in 30 Jahren daraus wird

Schon 100 € monatlich werden über 30 Jahre zu einem sechsstelligen Vermögen. Wie der Zinseszins das schafft, welche Rolle die Rendite spielt und wie du startest.

Alexander

Gründer von MyFinance

· 4 min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

„100 € im Monat, das bringt doch nichts." Ein verbreiteter Irrtum. Tatsächlich reicht dieser Betrag, um über eine Sparlaufzeit von Jahrzehnten ein sechsstelliges Vermögen aufzubauen. Der Grund ist der Zinseszinseffekt. Hier die Zahlen.

100 € im Monat: das Endkapital

Wie viel aus 100 €/Monat wird, hängt von Laufzeit und Rendite ab. Hier die wichtigsten Szenarien, gerechnet mit einer durchschnittlichen Aktien-ETF-Rendite von rund 7 % pro Jahr:

LaufzeitEingezahltEndkapital (7 %)davon Zinsgewinn
10 Jahre12.000 €ca. 17.300 €ca. 5.300 €
20 Jahre24.000 €ca. 52.000 €ca. 28.000 €
30 Jahre36.000 €ca. 122.000 €ca. 86.000 €
40 Jahre48.000 €ca. 262.000 €ca. 214.000 €

Die entscheidende Beobachtung: Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt beschleunigt sich das Wachstum. Zwischen Jahr 30 und Jahr 40 kommen mehr als 140.000 € dazu, obwohl du in dieser Zeit nur 12.000 € einzahlst.

Probier deine eigenen Zahlen aus

Stell im Rechner deine Sparrate, Laufzeit und erwartete Rendite ein:

Warum der Zinseszins so stark wirkt

Der Zinseszins bedeutet: Deine Erträge erwirtschaften selbst wieder Erträge. In den ersten Jahren ist das kaum spürbar, dein Kapital ist noch klein. Aber je größer das Depot wird, desto mehr „arbeitet" es für dich.

Ein Beispiel: Bei einem Depotwert von 100.000 € erzeugen 7 % Rendite allein 7.000 € im Jahr. Das ist mehr als deine gesamte Jahres-Einzahlung von 1.200 €. Ab einem bestimmten Punkt trägt sich das Vermögen also fast von selbst.

Mehr zum Mechanismus liest du im Zinseszins-Rechner.

Welche Rolle die Rendite spielt

100 € im Monat über 30 Jahre, je nach Rendite:

Rendite p.a.Endkapital nach 30 Jahren
3 % (konservativ)ca. 58.000 €
5 % (gemischt)ca. 83.000 €
7 % (Aktien-ETF, langfristig)ca. 122.000 €

Die Differenz zwischen 3 % und 7 % sind über 60.000 €, bei identischer Einzahlung. Deshalb landen viele Sparer langfristig in breit gestreuten Aktien-ETFs statt auf dem Tagesgeldkonto.

So fängst du an

  1. Depot eröffnen, kostenlos, online in wenigen Minuten.
  2. Welt-ETF auswählen, ein breit streuender Aktien-ETF reicht für den Start.
  3. Sparplan über 100 €/Monat einrichten, am besten direkt nach dem Gehaltseingang.
  4. Durchhalten und die Rate erhöhen, sobald dein Einkommen steigt.

Eine ausführliche Anleitung findest du unter ETF-Sparplan für Anfänger.

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Häufige Fragen

Lohnen sich 100 € im Monat überhaupt?

Ja, deutlich. Über 30 Jahre werden bei 7 % Rendite rund 122.000 € daraus, bei nur 36.000 € Einzahlung. Der Zinseszins macht den Großteil des Endkapitals aus.

Wie viel werden aus 100 € im Monat in 20 Jahren?

Bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 % pro Jahr rund 52.000 €, davon etwa 28.000 € Zinsgewinn. Eingezahlt hast du in dieser Zeit 24.000 €.

Was ist besser, 100 € jetzt oder 200 € später?

Meist 100 € jetzt. Zeit ist der stärkste Hebel beim Zinseszins. Zehn Jahre früher zu starten kann fast so viel bringen wie die doppelte Sparrate. Am besten: jetzt mit 100 € starten und die Rate später erhöhen.

Wo lege ich die 100 € am besten an?

Für langfristige Ziele (15+ Jahre) nutzen viele Anleger einen breit gestreuten Aktien-ETF-Sparplan. Für kurzfristig benötigtes Geld eignet sich eher Tagesgeld. Die Wahl hängt von deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab.

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Über den Autor

Alexander

Gründer von MyFinance

Alexander hat MyFinance gegründet, weil ihm verständliche, ehrliche Finanztools für deutsche Privatanleger gefehlt haben. Er beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Steuern, Geldanlage und Altersvorsorge und schreibt im Ratgeber über genau diese Themen: mit echten Zahlen, aktuellen Werten für das jeweilige Steuerjahr und ohne Verkaufsmaschen. Jeder Artikel wird gegen die offiziellen Rechtsgrundlagen geprüft.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung. Alle Berechnungen nutzen die offiziellen Werte für das jeweilige Steuerjahr. Mehr dazu in unseren redaktionellen Standards.